Hartfrid Wolff - Mitglied des Bundestages

Rems-Murr-Kreis / Regionales

Hartfrid Wolff zu Gast beim THW Schorndorf

Am Samstag, den 12. September 2009 war der Bundestagsabgeordnete Hartfrid Wolff zu Gast beim Technischen Hilfswerk in Schorndorf. Der Ortsbeauftragte des THW Schorndorf, Günter Ostertag, begrüßte die rund 20 Gäste aus den verschiedenen Katastrophenschutzverbänden, wie der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Technischen Hilfswerk (THW).
Anschließend stellte Ulrich Bühler das THW vor. Er informierte über die Organisation  der Bundesanstalt THW, deren Kompetenzen und zeigte verschiedene Einsatzgebiete des  THW.

Hauptredner der Veranstaltung war der FDP-Wahlkreisabgeordnete Hartfrid Wolff. Engagiert stieg der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Zivil-und Katastrophenschutz in das Thema ein und machte schnell das Hauptproblem deutlich, nämlich die Sensibilisierung der Bevölkerung. „Diskutiert man über die innere Sicherheit, vor allem im Hinblick auf Terroranschläge, wird man oft als Spielverderber oder Panikmacher abgestempelt“, stellte Wolff klar.

Auch dies war ein Grund dafür, dass „Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit“, an dem Hartfrid Wolff maßgeblich beteiligt war, zu initiieren. Mit Teilnehmern aus Verwaltung, Industrie und Forschung wurden mögliche Szenarien angedacht und Lösungsansätze entwickelt, die dann in einem „Grünbuch“ festgeschrieben wurden.

Dabei kommen vor allem drei Szenarien in Frage: Pandemien, Stromausfälle und Terroranschläge. „Dies sind alles Szenarien, für die die Bevölkerung sensibilisiert werden muss“, so Wolff im Hinblick auf die Vogelgrippe oder auch die Schweinegrippe, den Stromausfall im Emsland 2006 und nicht zuletzt die Terroranschläge in London und Madrid.

Dabei kritisierte Wolff die ständigen Streitereien bezüglich der Zuständigkeiten zum Beispiel zwischen Bund und Ländern wie zuletzt bei der Finanzierung der Schweinegrippeimpfung, aber auch der Verbände, die oft nicht helfen dürfen, wo sie helfen könnten. Der Bundestagsabgeordnete forderte dabei ein Umdenken aller Beteiligten: „Man darf nicht nach Kompetenzen und Eitelkeiten entscheiden und helfen, sondern nach den jeweiligen Szenarien“, so Wolff.

In der anschließenden Diskussionsrunde ging es den Gästen hauptsächlich um das Ehrenamt. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Vereinbarkeit zwischen Beruf und der ständigen Bereitschaft zum Rettungsdienst. Auch die Motivation spielte eine wichtige Rolle. „Es ist für das Ehrenamt nicht gerade förderlich, wenn beispielsweise die Berufsgenossenschaft bestimmte Anzüge für Rettungsschwimmer fordert und diese dann von ehrenamtlich Tätigen selbst bezahlt werden müssen“, so das Ehrenmitglied der DLRG Falk Dieter Widmaier. Wolff verurteilte in diesem Zusammenhang die ständigen Versuche des Bundesinnenministers, die Bundeswehr im Innern zuzulassen und sprach sich deutlich für das Ehrenamt aus: „Dort zu helfen, wo Hilfe nötig ist, das ist ehrenamtliche Arbeit. Auf den Befehl zu warten, was zu tun ist, wäre die Folge von zu viel Hauptamtlichen bei der Krisenbewältigung. Der Katastrophenschutz muss in zivilen Händen bleiben.“

Im Anschluss bei einem gemütlichen Beisammensein  hatten die Gäste   die Möglichkeit mit dem Bundestagsabgeordneten Wolff nochmals persönlich ins Gespräch zu kommen.








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