Hartfrid Wolff - Mitglied des Bundestages

Rems-Murr-Kreis / Regionale Berichte

Wahlkreis Besuchergruppe April 2008

Wahlkreis-Berlinfahrt vom 9. bis 12. April 2008
Wahlkreis-Berlinfahrt vom 9. bis 12. April 2008



Bericht von Julian Lutz – Dominik Schopper – Peter Schurmann Madleine Seitz – Melissa Sperling -Marius Zeyher

Keine Spur von Politikverdrossenheit zeigte junger FDP Nachwuchs aus dem Rems-Murr-Kreis, der sich zusammen mit weiteren 40 Teilnehmern, zu einer politischen Informationsreise in die Bundeshauptstadt Berlin aufmachte, um den Politikern über die Schulter zu schauen.


Organisiert wurde diese Reise vom Wahlkreisbüro des FDP-Bundestagsabgeordneten Hartfrid Wolff aus dem Rems-Murr-Kreis. In Berlin wurde die Gruppe von Frau Anna-Katrin Ziesak in Empfang genommen, die sich als Stadtführerin vorstellte und die Veranstaltung während des Berlin-Aufenthaltes begleitete. Die erste Station, gleich nach der Ankunft in Berlin, war ein Besuch in der FDP-Parteizentrale, in der man über das Programm der FDP und die allgemeinen Aufgaben der dortigen Mitarbeiter informiert wurde.

Nach diesem interessanten Vortrag wurde im Hotel Holiday Inn eingecheckt und nach dem gemeinsamen Abendessen lockte Berlin trotz schlechten Wetters zu einem Kneipen-Bummelabend. Der nächste Tag begann mit einem hochinteressanten und empfehlenswerten Informationsvortag im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, indem der Gruppe über internationale Probleme berichtet wurde Danach folgte eine gemütliche Stadtrundfahrt durch Berlin und es war wohl allen recht zu diesem Zeitpunkt ein Dach über dem Kopf zu haben. Die Rundfahrt konzentrierte sich besonders auf politische Gesichtspunkte und endete mit der Besichtigung der jüdischen Gedenkstätte.

Dem ein oder anderen war zunächst scheinbar unklar was der Künstler sich beim Bau dieses Holocaust-Mahnmals gedacht haben könnte, aber wie man gut an den Gesichtern der Besucher erkennen konnte, erfüllt dieses Denkmal seinen Zweck -ein Bewusstsein für diese Taten zu erwecken und etwas von der Bedrücktheit zu vermitteln, wie sie von den damalig Verfolgten empfunden wurde. Weiter stand ein Besuch des jüdischen Museums auf der Tagesordnung. Das aus zwei Gebäuden bestehende Museum zeigt den Besuchern zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte in voller Breite. Von anfänglichen Verfolgungen in Judäa, über Theodor Herzl, dem Begründer des Zionismus, bis hin zur systematischen Judenverfolgung im dritten Reich und den damit verbundenen Auswanderungen, wurden die wichtigsten Punkte der Historie geschildert.

Abgerundet wurde der Tag mit einer entspannten Schiffsrundfahrt auf der Spree, bei der auch Hartfrid Wolff zu uns stieß und sich für alle Fragen und Diskussionen offen zeigte. Der Freitag wartete mit gleich zwei großen Highlights auf. Am Vormittag stand eine Besichtigung des Reichstags an, welcher sich eine Diskussion mit dem Abgeordneten Hartfrid Wolff aus Rems-Murr anschloss. Auf seine Einladung hin nahmen an dem Gespräch auch die Landesvorsitzende Birgit Homburger, der FDP – Generalsekretär Dirk Niebel sowie seine Fraktionskollegen Ernst Burgbacher, Harald Leibrecht, Patrick Meinhardt und der JuLi Abgeordnete Florian Toncar teil. Die Abgeordneten erklärten ihre Themenschwerpunkte und beschrieben ihre damit verbundenen Aufgaben.

Als eigentliches Highlight der Fahrt entpuppte sich das nächste Reiseziel: Das ehemalige Stasiuntersuchungsgefängnis Hohenschönhausen stand auf der Tagesordnung. Zeitzeugen führten die Gruppe durch die Zellengänge, schilderten, wie Menschen physisch und psychisch gefoltert wurden. Nasszellen, Isolationshaft, Psychoterror waren die Methoden, um Geständnisse zu erzwingen: das Geständnis, anders zu denken als Staat und Partei. Der Appell, sich seiner Rechte auf freie Meinungsäußerung bewusst zu sein und damit auch seinen demokratischen Verpflichtungen nachzukommen, blieb nicht ungehört und bleibt sicher im Gedächtnis.


Der letzte Tag des viertägigen Kurztrips war primär von einem Ausflug nach Potsdam und einer Führung im dortigen Schloss Cecilienhof geprägt. Von Kaiser Wilhelm II erbaut, fand hier der Beschluss des Potsdamer Abkommens nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Als Vertreter der drei Großmächte tagten im Schloss vom 17. Juli bis zum 2. August Josef Stalin (Sowjetunion), Harry S. Truman (Vereinigte Staaten) und Winston Churchill (Vereinigtes Königreich) und legten die Gesamtverantwortung der vier alliierten Mächte für Gesamtdeutschland fest. Direkt im Anschluss war es den Reisenden möglich, die wunderschöne Stadt Potsdam auf eigene Faust zu erkunden, was aufgrund des ausgezeichneten Wetters - zum Abschied zeigte sich endlich die Sonne - sehr entspannend war. Ausgeruht und gut gelaunt, aber auch etwas wehmütig, wurde anschließend die Heimreise mit dem ICE angetreten.



Fotos von früheren Fahrten finden Sie hier


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