Auf Anregung und Einladung des FDP-Bundestagsabgeordneten im Rems-Murr-Kreis, Hartfrid Wolff, machten sich am 9. Juni 2010 circa 50 politisch Interessierte auf den Weg zur politischen Informationsfahrt nach Berlin.
Die Gruppe wurde in Berlin von unserer Stadtführerin, Frau Monika Lerch, und unserem Busfahrer Norbert empfangen, welche uns die kompletten vier Tage begleiteten.
Politik live erleben
Am Mittwoch, den 09. 06. 2010, machte sich auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Hartfrid Wolff MdB eine Gruppe von rund 50 politisch Interessierten für vier Tage zur politischen Informationsfahrt auf den Weg nach Berlin.
Direkt nach der Ankunft am Berliner Hauptbahnhof stand eine an politischen Gesichtspunkten orientierte Stadtrundfahrt auf dem Programm.
Ergänzt wurde der erste Teil der Stadtrundfahrt durch eine an politischen und kulturellen Einrichtungen entlang führende Spreefahrt. An Bord des Schiffes wurde den Gästen ein reichhaltiges Abendessen serviert und Hartfrid Wolff begrüßte jeden seiner Gäste mit Handschlag.
Nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotel Holiday Inn, Berlin, startete die Gruppe am nächsten Morgen mit dem dritten Teil der Stadtrundfahrt, der an der Amerikanischen Botschaft endete. Dort angekommen, die Sicherheitskontrolle durchlaufen, erfuhr man einiges über das Tätigkeitsfeld eines Botschafters und es wurden mit einem Diplomaten Fragen internationaler Politik, wie beispielsweise die momentan vorherrschende Ölkatastrophe oder die Eurokrise, diskutiert.
Am Nachmittag ging es mit dem Besuch des Reichstages weiter.
Am Nordeingang wurde man von den Mitarbeitern des Büro Wolff Berlin freundlich empfangen und zum Gespräch mit Abgeordneten in das Fraktionszimmer der FDP Bundestagsfraktion geführt. Unter anderen nahm neben Wolff selbst auch der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel (FDP) an der Gesprächsrunde teil. Der junge und frisch gebackene FDP Bundestagsabgeordnete Pascal Kober MdB ging auf die Arbeit eines Pfarrers als Abgeordneter der FDP ein und verwies dabei auf die Verantwortung jedes einzelnen in der Gesellschaft als konstruktiver Beitrag zum gemeinsamen Miteinander.
An das Gespräch schloss sich der Besuch einer Plenarsitzung an, wo die Besucher weitere namhafte Politiker anderer Bundestagsfraktionen, wie Franz Müntefering (SPD), Jürgen Trittin (BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN) und Verteidigungsminister Zu Gutenberg (CSU) zu Gesicht bekamen.
Zu guter Letzt besuchte man vor dem individuell gestalteten Abendprogramm noch das Holocaust Mahnmal Berlin.
Der dritte Tag begann mit einer Führung durch die Ausstellung zum deutschen Widerstand in der Stauffenberg-Gedänkstätte.
Sodann besuchte man die Landesvertretung Baden-Württemberg, wo in einem Film und in einer Fragenrunde die „Scharnierfunktion“ der Landesvertretung in Kooperation mit dem Bundesrat erläutert wurde. Dem Informationsgespräch wurde durch ein delikates Mittagessen mit badischen und württembergischen Weinen ein ganz besonderer Rahmen verliehen.
Nach dem Besuch der Landesvertretung ging es zum Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wo über die Tätigkeitsfelder dieser Einrichtung und der vom Bund geförderten Entwicklungsprojekte berichtet wurde.
Zum Schluss fuhr man weiter nach Berlin-Hohenschönhausen, um die ehemalige Zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit zu besichtigen. Nicht nur der zu Beginn gezeigte Film, sondern auch der von Zeitzeugen geführte Rundgang, verlieh dem nach heutigem Rechtsverständnis menschenunwürdigem Umgang mit den damaligen Häftlingen und den damals von der Stasi verübten Grausamkeiten einen ganz besonderen Eindruck.
Bevor man am folgenden Tag die Rückreise antrat, stand nach dem Check Out noch die Ausstellung zur Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland im Deutschen Dom auf dem Programm.
Abschließend lässt sich festhalten, die Besuchertage waren durch Hartfrid Wolff MdB und dessen Mitarbeiter nicht nur hervorragend organisiert, sondern die Tage boten jedem Teilnehmer die Gelegenheit, sich ein Bild von der parlamentarischen Arbeit und dem Verhältnis der politischen Institutionen zueinander zu machen.
Bericht: Markus Stratz
Fotos: Joachim Kiessling