Mehr Mittel für Integrationskurse
Aus Anlass des Lageberichts zur Integration erklären der Vorsitzende des
Arbeitskreises Innen- und Rechtspolitik der FDP-Bundestagsfraktion, Hartfrid Wolff,
und der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Innenausschuss, Reinhard
Grindel:
Der Ausländerbericht der Bundesregierung belegt, dass das Erlernen der deutschen Sprache die Schlüsselqualifikation für unsere ausländischen Mitbürger darstellt. Deshalb kommt den Integrationskursen eine zentrale Bedeutung zu.
Wegen der erfreulich großen Nachfrage ist im Haushaltsjahr 2010 ein finanzieller Engpass bei den Mitteln für die Integrationskurse entstanden. Wir freuen uns deshalb, dass auf Initiative der Koalitionsfraktionen sich der Bundesinnenminister bereit erklärt hat, durch eine globale Minderausgabe an anderen Stellen seines Ressorts weitere 15 Millionen Euro zusätzlich für die Integrationskurse bereitzustellen. Mit 233 Millionen Euro wird damit in diesem Jahr mehr als doppelt so viel für die Integrationskurse ausgegeben wie unter rot-grüner Regierungsverantwortung. Jeder Ausländer oder Aussiedler, der einen Integrationskurs besuchen will, wird deshalb zeitnah anfangen können, die deutsche Sprache zu erlernen.
Wir brauchen gleichzeitig mehr Instrumente, um für einen frühen Spracherwerb bei Kindern
zu sorgen. Wenn Kinder zu Hause kein Deutsch sprechen können, verzögert dies ihren
schulischen Erfolg um mindestens zwei Jahre oder stellt sich überhaupt nicht ein. Das müssen wir verhindern durch verpflichtende Angebote im Bereich der frühkindlichen Erziehung und gezielte Sprachförderung in der Grundschule.